Die Geschichte

Von Meister Hinnis Familienbetrieb zum Hightech-Unternehmen

 Die Firma Rosenboom hat in den vergangenen siebeneinhalb Jahrzehnten Qualität und Zuverlässigkeit bewiesen. Darum ist aus einem Einmannbetrieb ein mittelständisches Unternehmen geworden, das 50 Mitarbeiter ganzjährig beschäftigt und heute durchaus in der Lage ist, auch mit Betrieben auf dem Festland zu konkurrieren. Das Gemeinschaftsgefühl wird bei Rosenboom groß geschrieben: "Wir sitzen alle im selben Boot, und wenn wir alle mitmachen, dann schwimmen wir weiter auf unserer Erfolgslinie", lautet das Firmenkonzept. Der Erfolg gibt dem Unternehmen Recht.

Der erste Betriebsstart erfolgte gemeinsam mit einem Partner: Am 14. Februar 1935 eröffnet Elektromeister Hinrich Rosenboom zusammen mit dem Schlossermeister Johann Flessner einen Klempner-, Elektro-, Gasund Wasserinstallations-und Schlosserbetrieb auf der Insel. Drei Jahre später erwirbt Rosenboom ein Haus in der Karlstraße 6 und richtet dort eine Werkstatt ein. Zur selben Zeit trennen sich die beiden Geschäftspartner.
Diese Loslösung zum gänzlich selbständigen Handwerksmeister und eigenständigen Betrieb markierte dann das eigentliche Gründungsjahr der Firma Rosenboom. Der Ausbruch des 2.Weltkrieges unterbrach den hoffnungsvollen Start in die Selbständigkeit. Hinrich Rosenboom wurde zur Wehrmacht eingezogen und musste sein Handwerksunternehmen bis zur Rückkehr im Mai 1945 schließen. Die Aufbauarbeit gestaltete sich schwierig. Doch gerade in diesen Zeiten bewährt sich handwerkliches Geschick, Phantasie und Kreativität. "Meister Hinni" besaß diese Begabungen und Talente. Schon damals überzeugte der Betrieb durch prompte Bedienung, die für die Zufriedenheit der Kunden sorgte. Übrigens das Aushängeschild der Firma bis zum heutigen Tage.

Nach und nach normalisierte sich das Leben wieder, überall herrschte Nachholbedarf, auch der Fremdenverkehr auf der Insel sollte wieder angekurbelt werden. Die Auftragsbücher der Firma Rosenboom füllten sich, so dass neben Elektro- und Sanitär- Installationen und der Klempnerei ab 1952 auch Heizungsbauarbeiten ausgeführt wurden.Trotz dieser Vergrößerungen blieb das Unternehmen ein Familienbetrieb: Meister Hinni und Frau, Oma oder Tante Netti, wie die Senior-Chefi n liebevoll genannt wurde, legten immer größten Wert auf das freundschaftliche und kollegiale Miteinander innerhalb der Belegschaft. Mitten in diesem Wiederaufbau rief ein allzufrüher Tod den Firmengründer aus dem Leben ab. Klempnermeister Joachim Rosenboom übernahm 1960 das väterliche Erbe und führte den Betrieb im Sinne des Verstorbenen weiter, baute ihn aus und nutzte dabei den allgemeinen konjunkturellen Aufschwung der 60er Jahre.
Die Firma überstand auch wirtschaftlich schwache Zeiten und expandierte. Der Kundenkreis vergrößerte sich durch die Einholung von Aufträgen auf den Nachbarinseln Juist und Baltrum und durch die Übernahme eines Norderneyer Heizungsbauund Sanitär-Installationsbetriebes. Schon bald platzte die Firma räumlich mit Lager und Werkstatt aus allen Nähten. 1969 wechselte das Unternehmen seinen Standort und siedelte sich im Gewerbegebiet neu an.

Der Konkurrenzdruck festländischer Unternehmen wuchs und die Firma Rosenboom hielt Ausschau nach größeren Gebäudeobjekten. Dafür bot sich 1973 als bundeseigene Liegenschaft die frühere Torpedohalle an der Hafenstraße, zur Anpachtung an. Gleichzeitig wurde das Unternehmen in drei Betriebsabteilungen mit selbstverantwortlichen Meister aufgeteilt. Es wurden die Abteilungen für Heizungsbau, Lüftung, Klima, Schwimmbad und Küche, für Sanitär und Dach sowie für Elektro- und Kühlung gebildet. Eine mehr als 1000 Quadratmeter große Lagerfl äche entstand, auf der sich die Firma mit einer ständigen Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Aus diesen Anfängen in den 70er Jahren entwickelte sich die regelmäßig stattfi ndende Hausmesse der Firma Rosenboom.
Offiziell wurde die Änderung der Geschäftsbereiche zum 1. Januar 1977 vollzogen. Die Abteilung "Sanitäre Installation" wurde verantwortlich geleitet von Klempner- und Installationsmeister Garmer Hoppe. Dieser Betriebssparte wurden zunächst die Arbeiten für Dachdeckung und Wandverkleidung zugeordnet. Die Leitung hatte Klempner- und Installationsmeister Dieter Visser. Als sich die Gelegenheit bot, ein Grundstück im Gewerbegelände anzupachten, wurde die Dachabteilung von der Sanitärsparte getrennt und ebenfalls als eine weitere eigenständige Abteilung der Firma Rosenboom aufgebaut. Der Abteilung "Heizung" stand Heizungs- und Lüftungsbaumeister Theo Kluin vor. Ihr angegliedert war der Vertrieb und die Montage von Küchenm.beln, Schwimmbädern und Saunabau sowie Klima- und Lüftungseinrichtungen. Die von Elektromeister Aldrik Berg geführte Abteilung "Elektro" war zuständig für Starkund Schwachstromanlagen und spezialisiert auf Vertrieb, Montage und Reparatur von Elektro- Klein- und Großgeräten sowie Kühlmaschinen. Mit der stetigen Vergrößerung der Firma stieg auch die Zahl der Mitarbeiter. Nach der Verlegung zur Hafenstraße wuchs die Belegschaft von durchschnittlich 14 auf rund 74 Mitarbeiter an. Doch dann erreicht am 2. Oktober 1980 die Firma aus heiterem Himmel eine Hiobs-Botschaft, mit der keiner gerechnet hatte: Die Bundesvermögensstelle kündigt mit Ablauf des Monats Dezember 1980 die Lagerhalle an der Hafenstraße. Nach vielen Überlegungen und Planungen fi elen schließlich die bis dahin entscheidensten Würfel in der Geschichte der Firma Rosenboom: Das vielen Einwohnern- und Gästegenerationen zum Begriff gewordene Meierei-Gebäude wurde der Firma Rosenboom GmbH als neuer Firmensitz verpachtet. Das Projekt wurde gemeinsam von allen Rosenboom- Mitarbeitern angepackt, Scheune und Stallungen verwandelten sich nach und nach in Werkstatt-, Lager-, Büround Ausstellungsräume für Küchen, Sanitär- und Haustechnik. Die räumliche und organisatorische Trennung der Abteilungen wurde vorgenommen. Die weitere Entwicklung ließ sich nicht aufhalten: Für ein festes Betriebszuhause der Dachdeckerabteilung wurde im Gewerbegebiet ein Grundstück erworben.

Der 31. Dezember 1992 ging als Datum einer bedeutsamen Betriebsübergabe in die Geschichte des Handwerksunternehmen Rosenboom ein: Joachim Rosenboom trat in den Ruhestand und verkaufte sein Unternehmen an die vier leitenden Mitarbeiter Theo Kluin, Aldrik Berg, Dieter Visser und Gerd Dittmer. Als Gesch.ftsführer wurde Theo Kluin gewählt. Das Konzept stimmte, das Quartett wuchs in die verantwortlichen Posten hinein und hielt das Steuerrad fest in der Hand.
Nachdem Uwe Rosenboom seinen professionellen Befähigungsnachweis im Bereich der Kälteanlagen (Schankanlagen, Kühlh.user oder Kühlzellen) und W.rmerückgewinnung erlangte, wurde das Angebot der Firma Rosenboom erweitert: Die Kühlungsabteilung gehört seit dem 1. Juni 1996 offiziell dazu. Und auch die Planung und der Einbau von Großküchen wird bei Rosenboom gemeinsam mit kompetenten Partnern umgesetzt.

Zum Ausruhen gab es für die neuen Führungskräfte keinen Anlass, denn es standen viele Investitionen in das Unternehmen an; zum einen zur Sicherung der Arbeitsplätze und zum anderen zum Wohle der Kunden. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass der Fahrzeugpark vergrößert werden musste um schnell und kundengerecht am Markt zu agieren. Im Jahr 2000 wurde die Elektroabteilung von Aldrik Berg an Uwe Rosenboom übergeben. 2006 wurde eine neue Lagerhalle an das Gebäude der Meierei angebaut. Jede Abteilung erhielt eine größere Lagerkapazität, die dringend erforderlich geworden war. In diesem Zusammenhang wurde auch die ständige Bäder- und Küchenausstellung erweitert und auf den neuesten Stand gebracht.

Somit kann dem Kunden vor Ort ein Einblick auf den aktuellen Stand des Marktes gewährt werden. Mit Ende des Jahres 2007 schied Gesch.ftsführer Theo Kluin aus dem Unternehmen aus und ging in den verdienten Ruhestand. Heute leiten Gerd Dittmer, Dieter Visser und Uwe Rosenboom das Unternehmen und führen es mit Herz und Verstand weiter in die Zukunft.

Die Heizungsabteilung wird seit Oktober 2012 von Schornsteinfegermeister Kolja Schäfer und Maik Andersen geleitet. Herr Andersen besucht noch bis Mai 2014 die Meisterschule für Heizungs- und Sanitärtechnik in Oldenburg. Mit der bestandenen Prüfung vor der Handwerkskammer hat er dann ebenfalls, wie Simon Visser, die konzessionsfähigen Grundlagen zur selbstständigen Ausübung des Handwerks erlangt.

 

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